Pizarro nach Schalke
18. Mai 2012 | 39 ArtikeleinblendungenLiebe Schalke-Freunde,
seitdem Claudio Pizarro seinen Abschied von Werder Bremen bekannt gegeben hat, hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es in der nächsten Saison Pizza auf Schalke geben wird.
Mit Bayern München und Dortmund sollen zwar noch zwei weitere Clubs interessiert sein, ich denke aber, dass aus Sicht von Pizarro Schalke die interessanteste Wahl sein müsste, da die Wahrscheinlichkeit, dass er auch relativ durchgängig spielen darf, wohl hier am größten sein dürte. Und ich halte Pizarro für ähnlich fußballverrückt wie Raúl. Der WILL spielen!
Aus Schalker Sicht gibt es sicherlich eine Reihe von Pros und Contras, was den Abschluss eines Vertrages anbetrifft. Pizarro kann Raúl sicherlich nicht 1:1 ersetzen. Er wird sich kaum so intensiv, wie Raúl es tat, zurück fallen lassen und die Fäden von hinten ziehen. Er wird auch weder die genialen Pässe von Raúl schlagen, noch seine unnachahmlichen Tore schießen. Das würde aber auch kein anderer können. Außer Messi vielleicht.
Einem aktuellen Bericht der Bild-Zeitung zufolge ware Pizarro aber in der zurückliegenden Saison in den meisten Kategorien effizienter, als Raúl. Dieses gilt insbesondere auch für seine Leistungen als Vorbereiter. Er hat auch mehr Zweikämpfe geführt und gewonnen, als Raúl, hat mehr Tore geschossen, als er, und war auch bei Standardsituationen der Gefährlichere…
www.bild.de/sport/fussball/claudio-pizarro/staerker-als-raul-24200228.bild.html
Trotzdem würde er im Zusammenspiel mit Huntelaar meines Erachtens nur dann wirklich zum Zuge kommen können, wenn Huub Stevens auch über das Spielsystem nachdenkt. So böte sich ein System mit zwei Spitzen an, anstatt – wie bisher – nur mit einer Spitze zu spielen. Zuzutrauen wäre das Huub. Aus meiner Sicht ist unser Trainer ohnhin einer der wenigen Coaches, die ihre Taktik unglaublich gut an das vorhandene Spielermaterial anpassen können.
Und dann gibt es ja noch einen wichtigen Punkt, der für Pizarro sprechen könnte: Er ist Peruaner! Viellicht könnte es da ja besondere positive Effekte im Zusammenspiel mit seinem Landsmann Jefferson Farfan geben?! Manchmal ist es ganz gut, wenn man einen "Vertrauten" an seiner Seite hat. Und Pizarro könnte vielleicht für Farfan eine ähnliche Rolle übernehmen, wie sie Bordon seinerzeit für seine brasilianischen Kollegen hatte… Den ruhenden Pol sozusagen.
Also, Pizarro her, dann noch einen guten rechten Außenverteidiger und einen sehr guten Mittelfeldspieler! Dann bin ich vor der nächsten Saison nicht bange!
Königsblaue Grüße
Ralf



