1:1 beim Herbstmeister Hoffenheim

16. Dezember 2008 | ID: 440 | 6 Artikeleinblendungen

Liebe Schalke-Freunde,

es war ein Gänsehaut- und Herzinfarktspiel!

Schalke begann sehr stark und dominierte die ersten zwanzig Minuten. Dann wurde Hoffenheim immer stärker, wirbelte die Schalker Abwehr das eine und andere Mal durcheinander, um dann vor der Pause doch das 0:1 durch Gerald Asamoah hinnehmen zu müssen.

Die Schalker Spieler kämpften mit allen Mitteln, um sich den quirligen Angriffszügen der Hoffenheimer entgegenzustellen. Und "mit allen Mitteln" passt insbeondere auf die Spielweise von Jermaine Jones, der in der ersten Halbzeit einige Male knapp an einem Platzverweis vorbei schrammte.

Zur Pause hieß es glücklich aber nicht unverdient 1:0 für Schalke.

Nach der Pause wurde der Druck der Hoffneheimer zunächst noch größer, was zunächst noch nicht zu einem Torerfolg führte, aber die Liste der Schalker Spieler mit Gelben Karten erhöhte. Jones grätschte dann nach etwa 55 Minuten von hinten in einen Ball, ohne den Gegenspieler zu treffen. Die Aktion reichte aber dem Schiedrichter, um nun – in dieser Situation meines Erachtens grundlos – die zweite Gelbe Karte und somit Gelb-Rot zu ziehen.

Die Hektik wurde nun noch größer und erleichterte den Hoffenheimern schließlich durch einen phantastisch getretenen Freistoß das 1:1 zu erzielen. Der Ball senkte sich über die Mauer dirket ins linke untere Eck und wäre mit viel Glück nur bei einer Sensationsabwehr für Neuer zu halten gewesen (also: nahezu unhaltbar!).

Die Situation eskalierte. Nun fing sich auch noch der überaus schwache Orlando Engelaar die Gelb-Rote Karte ein. Schalke stand nur noch mit neun gegen elf Spielern auf dem Platz. ( Dass mittlerweile auch Youri Mulder und Mike Büskens von der Trainerbank mit Roten Karten auf die Tribüne verbannt wurden, sehen wir jetzt mal nicht als sonderlich spielentscheidend an…)

Nach Engelaars Platzverweis waren noch fast 15 Minuten in dieser Konstellation zu überstehen, da einige Minuten Nachspielzeit hinzugefügt wurden.

Es war ein Kampf und eine Abwehrschlacht, die mich stark an das Spiel in Lüdenscheid Nord erinnerte.

Dann in der letzten Minute durchatmen!

Schalke holt einen Eckball heraus.

"Wenn der Bordon jetzt seine Rübe hinält…", dachte ich. Aber ein 2:1-Sieg wäre wirklich nicht dem Spielverlauf entsprechend gewesen.

So blieb es beim 1:1! Der einzige Trost der uns blieb, war dass die Bayern den Hoffenheimern die Herbstmeisterschaft überlassen mussten und dass wir immerhin einen Punkt beim Herbstmeister geholt hatten.

Und nun noch einmal die Frage an alle internen Kritiker: "Waren das Söldner, die durch Desinteresse am Spiel vom Platz geflogen sind?"

Nein, es waren Kampf und pure Leidenschaft!

Und wenn diese in der Rückrunde aufrechterhalten werden und sich dann mit etwas mehr Glück als in der Hinserie paaren können, dann bin ich immer noch hoffnungsfroh, dass der Rückstand von 8 Punkten aufgeholt werden kann.

Aufatmen und Glück Auf!

Euer Schalke-Ralf



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Artikel wurde veröffentlicht am: Dienstag, 16. Dezember 2008
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Kategorie/n: Meisterschaftsspiele 08/09
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