Kicker titelt mit “Rutten: Mehr Schein als Sein?”

30. September 2008 | ID: 256 | 6 Artikeleinblendungen

Gestern abend titelte das Kicker Sportmagazin mit der Schlagzeile "Rutten: Mehr Schein als Sein?"

Ein wesentlicher Kritikpunkt, der in dem folgenden Artikel erwähnt wird, ist mangelhafte Attraktivität des Schalker Spiels. Dieses wird insbesondere an der Schwäche des Mittelfeldes festgemacht:

"Nach wie vor gibt es keinen Regisseur mit dem "tödlichen" Pass."

Diese Erkenntnis hatte sich bei mir bereits im letzten Jahr breit gemacht. Die Hoffnung, dass ein Orlando Engelaar diese Lücke würde schließen können, hatte sich schon bei einem Studium seiner Spielweise in der Holländischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft verflüchtigt.

Auch die Möglichkeit, dass sich Ivan Raktic mit wachsender Erfahrung möglicher Weise einmal in diese Position hineinarbeiten könnte, dürfte trügerisch sein. So lange er als Quasi-Linksaußen eingesetzt wird, stehen seinen Entwicklungsmöglichkeiten natürliche Barrieren im Weg. Kann aber auch sein, dass sich auch bei Rutten die Überzeugung durchgesetzt hat, dass Ivan vom Typ her nicht der Spielgestalter ist…

So bleibt den Schalke Fans, die den wahren Sachverhalt der spielerischen Misere oftmals gar nicht so richtig greifen können, nur die Möglichkeit, auf diejenigen verbal einzuprügeln, die am besten an dem festgemacht werden können, was sichtbar nicht funktioniert: Und das sind die Stürmer, die keine Tore schießen!

Dass sich ein übermotivierter Kuranyi in fast jedem Spiel die Lunge aus dem Hals läuft und versucht, sich die Bälle, die er in der Spitze braucht, selber aus dem Mittelfeld zu holen, und dass selbst ein Jefferson Farfan, der vom Potential her ein ganz großer werden könnte, deshalb auf die Flügel ausweicht und versucht, dem Spiel wenigstens so seine Note aufzudrücken, wird dabei beflissentlich übersehen.

Nein, das Problem ist, dass wir keinen richtigen Regisseur haben.

Hat Schalke wirklich keinen Spieler, der in der Lage wäre, den "tödlichen" Pass zu spielen. Ich behaupte:

Doch, wir haben einen!

Albert Streit hat in Frankfurt mehrfach gezeigt, dass er es kann. Man wollte ihn nicht gehen lassen und die Schalker Führungsriege hat lange dafür gekämpft, ihn aus seinem laufenenden Vertrag zu bekommen. Ich habe mich sehr gefreut, als es gelungen war.

Bisher hat Streit allerdings nicht die Chance bekommen, sich wirklich in diese Mannschaft zu integrieren und sein Potential abzurufen. Aus den wenigen Kurzauftritten, die ihm eingeräumt wurden, einen Rückschluss auf sein wahres Leistungsvermögen  zu ziehen, wäre blanker Hohn!

Künstler brauchen etwas länger. Und Streit kann ein solcher Künstler sein, wenn man ihn lässt.

Davon bin ich überzeugt! Und ich bin davon überzeugt, dass Albert Streit ein wesentlicher Baustein zur Realisierung des Projektes Schalker Meisterschaft werden könnte!

Sieht das Jemand anders, als ich?

Königsblaue Grüße

Euer Schalke-Ralf

 



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Artikel wurde veröffentlicht am: Dienstag, 30. September 2008
Anzahl Artikel-Aufrufe: 6 Artikeleinblendungen
Kategorie/n: News
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